Mittwoch, 20 September 2017

Geschichte

Die Feuerwehr Schwarzach wurde am 15. August 1902 gegründet. Damals bemühten sich 8 Männer besonders um die Gründung der Wehr und werden somit als die wichtigsten Gründungsmitglieder angesehen. Heinrich Egger (Hotelier) sollte die Wehr und die 51 Männer führen. Eine der 1. Entscheidungen des OFK war, die notwendigen Geräte zu erwerben und für die Aufstellung einer Sanitätsstaffel sowie einer Feuerwehrmusikkapelle zu sorgen. Im Jahre 1903 wurde eine weitere Anschaffung nötig: Eine Handdruckspritze mit Pferdespannwagen, welche eine Leistung von 300 Litern in der Minute erbrachte. Nun war nur noch ein Problem zu lösen. Eine Zeugstätte musste her. Vorläufig sollte eine Wagenremise genügen. Nach mehreren Einsätzen wurde beschlossen, dass 2 Löschzüge gegründet werden sollten, um den Anforderungen besser gerecht zu werden. Weiters wurde eine zweirädrige Karrenspritze mit Zubehör angekauft. Im Jahre 1907 wurde dann die 1. gemauerte Zeugstätte errichtet. Diese befand sich in der Dr. Hain Straße 1 und hatte einen Betonboden und einen Holzschlauchturm, was für die damalige Zeit sehr fortschrittlich war.

Ein Jahr später, am 10. Mai 1908, wurde die 1. Fahne geweiht. Fahnenmutter war damals Frau Maria Egger. Mittlerweile wurde sie durch eine neuere ersetz, befindet sich jedoch noch immer, im besten Zustand, im Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzach.

Die erste Motorspritze im Pongau wurde 1914 bei unserer Wehr in Dienst gestellt. Auf einem Pferdewagengespann wurde die Benzinmotor-Hochturbinenspritze mit einer Leistung von 675 Litern in der Minute und 16 PS Transportiert. Das 25-Jahr-Jubiläum wurde vom 13. bis zum 15. August 1927 gefeiert. Ein Aufgebot an Nachbarwehren und anderen Ortsvereinen nahm an diesen Festlichkeiten teil. Ein Jahr später wurde dann ein neues Feuerwehrhaus gebaut und 1930 sogar eine elektrische Sirene am Hause errichtet. Diese diente damals wie heute zur Alarmierung der Feuerwehr und auch zur Warnung der Zivilbevölkerung. Da die Zeit nicht stehen bleibt wurde 1933 eine Tragkraftspritze, 700 Liter in der Minute und 25 PS, angeschafft. Nach einem schweren Zugunglück machte sich die Rettungsabteilung selbstständig. 1944 wurde dann unser 1. motorisiertes Fahrzeug in Dienst gestellt. Ein Löschfahrzeug der Marke Mercedes mit 3000 Liter Wassertank sollte es sein.2 Jahre später dann bereits das 2. Fahrzeug, welches abermals ein Löschfahrzeug war und dazu noch eine Motorspritze, da die 1. den Anforderungen nicht mehr die benötigte Leistung erbrachte.

1954 wurde dann, etwas verspätet, das 50-Jahr-Jubiläum gefeiert. 2 Tage lang dauerte das Fest welches einiges zu bieten hatte. Von einer Feldmesse, bis hin zum nachmittägigen Konzert war alles zu finden. Auch dieses Mal nahmen wieder viele Vereine und Feuerwehren an den Festlichkeiten teil.

 
 

1956 wurde die alte Spritze außer Dienst gestellt und gegen ein neues Löschfahrzeug ausgetauscht.1960 wurde die Gerätschaft um ein Kleinlöschfahrzeug der Marke Land Rover aufgestockt. Neben 2 Atemschutzgeräten wurden 1965 die ersten Funkgeräte angekauft. Seit 1969 treten unsere Feuerwehrleute in der noch heute bekannten Uniform, braune Bluse und schwarze Hose, bei allen Festlichkeiten auf. 1974 wurde ein Kleinrüstfahrzeug, welches bei technischen Einsätzen verwendet wurde, vom Landesfeuerwehrverband Salzburg, in Schwarzach stationiert. Ebenfalls in diesem Jahre wurde ein Tanklöschfahrzeug der Marke Mercedes, mit Heckeinbaupumpe, 1600 Liter in der Minute und einem 4000 Liter Wassertank, angekauft.

1977 wurde dann das 75-Jahr-Jubiläum gefeiert. Ebenfalls wie bei den beiden vorangegangenen Jubiläumsfeierlichkeiten fanden sich viele Gratulanten ein und feierten mit der jubilierenden Wehr 3 Tage lang dieses Ereignis. Ein besonderes Anliegen unserer Wehr war es, für das Fortbestehen zu sorgen und dies wurde mit der Jugendarbeit sehr gut erfüllt. 1979 wurde in Schwarzach die 1. Jugendfeuerwehr im Pongau gegründet. Hier werden seit diesem Jahre die Jugendlichen ab dem 10. Lebensjahr auf den aktiven Dienst vorbeireitet.

Um den vermehrten, technischen Einsätzen gerecht zu werden, wurde 1980 das 1. hydraulische Rettungsgerät, die sogenannte „Hurst“ angekauft und wiederum ein Jahr später ein neues Kleinlöschfahrzeug der Marke Ford Transit.1982 wurde mit der Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses begonnen, welches 184 feierlich am Bürgermeister Alois-Stöllinger-Platz eröffnet wurde. Ebenfalls 1984 wurde eine neue Tragkraftspritze, 1200 Liter in der Minute und eine Abschleppachse in Dienst gestellt.

1985 wurde die 2. Fahne geweiht. Fahnenmutter ist Frau Karin Drack. Auch wurden in diesem Jahr 10 Rufempfänger gekauft, um eine Alarmierung ohne Sirene zu ermöglichen. Ein Jugend- und Mannschaftstransportfahrzeug wurde 1986 angekauft. Es war Abermals ein Ford Transit.

 
Floriani
 

1992 wurde  ein Rüstlöschfahrzeug der Marke Steyr gekauft. Dieses wird noch heute bei technischen Einsätzen verwendet, wird aber auch bei Brandeinsätzen hinzugezogen, da es über Löschausrüstung und einen 1200 Liter Wassertank verfügt. Die Technik schritt immer weiter voran und so musste auch die Feuerwehr sich im Jahre 1995 mit einem Computer und einem Faxgerät ausrüsten.

1997 wurde ein neues Mannschaftstransportfahrzeug, welches 2012 ausser Dienst ist, angekauft. In diesem Jahre zeigte auch der Beitritt zur EU seine Auswirkungen. Um den strengen EU-Normen gerecht zu werden, musste jeder aktive Feuerwehrmann mit einer neue Einsatzbekleidung ausgerüstet werden. Diese besteht auch heute noch aus: Einem grünen Overall bzw. einem grünen 2-Teiler, einer orangen Schutzjacke, Sicherheitsstiefel mit Stahlkappen der höchsten Sicherheitsstufe und den Einsatzhelmen Heros II.

{mospagebreak}Als der Umfahrungstunnel 1999 fertig gestellt wurde, mussten 2 neue Fahrzeuge angekauft werden.Ersteres war ein Tanklöschfahrzeug, abermals der Marke Mercedes mit einem 3000 Liter Wassertank und einer Heckeinbaupumpe. Zweiteres war ein Vorausrüstfahrzeug, ebenso der Marke Mercedes mit einer Polylöschanlage. Beide sind auch heute noch in Verwendung. Das hydraulische Rettungsgerät Lukas wurde neben 6 Schutzanzügen der Stufe 3 (Vollschutz), 14 Atemschutzgeräten mit Kompositflaschen, einem Druckbelüfter und 2 Luftversorgungsanhänger, auch im diesem Jahr angeschafft. 2001 wurde beschlossen, Helmlampen und feuerfeste Nomexhauben für die Atemschutzträger zu kaufen.

Das 100-Jahr-Jubiläum wurde im darauffolgendem Jahr gefeiert. Hier fanden sich viele Gäste ein um mit unserer Wehr zu feiern. Wiederum ein Jahr später wurden 6 neue Handfunkgeräte für OFK, OFK-stv. und die a Zugskommandanten, angekauft.

2006 wurde es dann notwendig ein neues Löschfahrzeug zu kaufen. Dieses ist einzigartig im Pongau. Ein Renault Midlum mit 220 PS und einem Pritschenaufbau mit Ladebordwand.

Da mittlerweile auch schon am Feuerwehrhaus selber der Zahn der Zeit nagte, wurde begonnen, dieses zu renovieren. Im Jahr 2007 wurde der Funkraum umgebaut, von welchem alle Einsätze koordiniert werden und der einfach nicht mehr den Anforderungen gerecht wurde.

Dies war ein kleiner Einblick unserer Geschichte von der Gründung bis heute.