Bericht: Am Donnerstag, 10.12.2009, um ca. 22:40 Uhr wurde die Feuerwehr Schwarzach von den ÖBB alarmiert. Bei einem ankommendem Gefahrgutzug wurde ein reizender Geruch festgestellt. Der Einsatzleiter und Ortsfeuerwehrkommandant von Schwarzach, OBI Andreas Oberauner, löste daraufhin die Alarmstufe 2 und den Gefahrgutalarm des Bezirkes Pongau aus. Die Feuerwehr Schwarzach führte die Ersterkundung mit schwerem Atemschutz und Schutzanzüge der Stufe 3 durch und fand heraus, dass der Güterzug aus insgesamt 16 Wagons befüllt mit der ätzenden und brennbaren Flüssigkeit Essigsäure besteht und kein direkter Austritt vorherrscht. Die mittlerweile beim Bauhof der Gemeinde Schwarzach gebildete Einsatzleitung ordnete daraufhin großräumige Absperrungsmaßnahmen, den Aufbau eines dreifachen Brandschutzes und die Errichtung eines Deko-Platzes an. Aufgrund der Angaben der Stoffdatenblätter wurde die weitere Erkundung mit Chemikalienschutzanzügen befohlen. In Zusammenarbeit mit den Gefahrgutbeauftragten der ÖBB mussten alle 16 Wagons untersucht werden. Beim letzten der 16 Wagons wurden im Bereich des Domdeckels lose Verbindungen - von welchen aus geringfügige Austritte des Mediums erfolgten - festgestellt. In Rücksprache mit dem Landeschemiker und dem Kat.-Referenten der BH St. Johann wurde eine provisorische Abdichtung dieses Deckels durchgeführt und die Weiterfahrt des Güterzuges untersagt. Der Zug wurde seitens der Feuerwehr vorerst abgesperrt. Die weitere Vorgangsweise erfolgt in Rücksprache zwischen der ÖBB, der Feuerwehr und dem Hersteller dieses Stoffs. Eingesetzte Kräfte der Feuerwehr: FF Schwarzach, FF St. Veit, FF St. Johann, FF Bischofshofen, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Robert Lottermoser, Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Roman Spiegel und Bezirkssachbearbeiter für Gefahrgut OBI Josef Prommegger, insgesamt 104 Mann und 19 Fahrzeugen. Weitere Einsatzkräfte: Rotes Kreuz, Polizei und ÖBB. Vorläufiges Einsatzende 05:30 Uhr |